Beratungspsychologie

Leitung: Prof. Dr. Petra Warschburger
Sekretariat: Peggy Sinske

27.06.2016: Stellenausschreibung: Forschungspraktikum
24.06.2016: Stellenausschreibung: Forschungspraktikum

Beratungsfertigkeiten gehören zum „Grundrüstzeug“ zukünftiger Psychologen und charakterisieren – neben Diagnostik und Therapie – das Tätigkeitsprofil vieler (praktisch tätiger) Psychologen. Allgemein lässt sich festhalten, dass ein Berater – vor allem über die Sprache – einer anderen Person, Gruppe oder gar Organisation sein Wissen und seine Kompetenzen zur Verfügung stellt, damit diese Person (Gruppe, Organisation) sich erfolgreich mit ihren Ängsten und Problemen auseinandersetzten kann. Die Beratung will also den Ratsuchenden in die Lage versetzen, selbst Lösungen für ihre Probleme zu entwickeln und liefert dafür zum Beispiel ausführliche Informationen zur jeweiligen Problemlage, analysiert gemeinsam mit dem Ratsuchenden die jeweilige Problemlage, aber auch die Lösungsmöglichkeiten oder stärkt das Selbstregulationspotential der Ratsuchenden.

Unter dem Oberbegriff „Beratung“ verbergen sich sehr unterschiedliche Tätigkeiten, mit sehr spezifischen Zielen und Herangehensweisen – je nach Anwendungsfeld. Grundlegende Aspekte der Beratung kommen jedoch in den verschiedensten Anwendungsbereichen zum Tragen: Sei es im klinisch-psychologischen Sektor bei der Arbeit mit Angehörigen psychisch Kranker, sei es im pädagogisch-psychologischen Bereich im Rahmen der Schullauf- oder Erziehungsberatung, im Bereich der Organisations- und Personalberatung oder neuerdings auch im medizinischen Kontext (z.B. Patientenberatungs- und Schulungskonzepte). Dabei wird immer wieder auf die gleichen Basisfertigkeiten zurückgegriffen, spezifiziert für die speziellen Anforderungen des jeweiligen Beratungsfeldes.

Der Lehrstuhl befasst sich mit den Denk- und Forschungsansätzen in der Beratungspsychologie. Wie erklärt man sich die Entstehung von Problemen? Welche Modelle zur Veränderung von beratungsrelevanten Problemen werden genannt? Darauf aufbauend werden die grundlegenden Fertigkeiten im Umgang mit Klienten und Patienten vermittelt. Hierzu gehört vor allem die Gesprächsführung: Wie eröffne ich ein Gespräch mit Patienten oder Klienten? Welche Techniken gibt es in der Gesprächsführung? Wie gehe ich mit schwierigen Situationen (z.B. mangelnde Kooperationsbereitschaft zweier Parteien) um? Wie kann ich als Psychologe zur Lösung von Problemen beitragen? Die spezifischen Anforderungen beratungspsychologischer Arbeitsfelder und die damit einhergehenden Beratungsbesonderheiten werden anhand von ausgewählten Beratungsfeldern (Schule, Erziehungsberatung, Umgang mit körperlich chronisch Kranken) erarbeitet.


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