Forschungsprojekte der Abteilung Beratungspsychologie

"Stop the pain" - A multicenter, randomized-controlled study of a cognitive-behavioral intervention for children with functional abdominal pain



Gefördert von der DFG
Leitung: Prof. Dr. Petra Warschburger
Mitarbeiter: Dipl.-Psych. Claudia Calvano
Laufzeit: Oktober 2013 - September 2016


Funktionelle Bauchschmerzen (englisch functional abdominal pain, FAP) gehören nicht nur zu den häufigsten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, sie stellen auch eine erhebliche Belastung für die Kinder und deren Familien dar. Unbehandelt sind funktionelle Bauchschmerzen sehr stabil und erhöhen das Risiko für chronische gastrointestinale Beschwerden und psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter. Erste Ergebnisse zeigen, dass psychosoziale Faktoren eine signifikante Rolle bei der Aufrechterhaltung der Symptome spielen.

Interventionsstudien heben die Wirksamkeit kognitiv-behavioraler Behandlungsansätze hervor, sind jedoch hinsichtlich der Stichprobengröße, dem Zeitraum der Follow-up-Untersuchungen, der Vergleichsgruppen und der Einbeziehung sekundärer psychosozialer Outcomes begrenzt. Das Forschungsprojekt „Stop the pain“ soll dazu beitragen, die oben genannten Forschungslücken zu schließen. In einer Pilotstudie konnten wir bereits zeigen, dass ein kognitiv-behaviorales Trainingsprogramm, im Vergleich zu einer Wartelisten-Kontrollgruppe, wirksam ist. Indem wir nun ein anderes Behandlungsprogramm als Vergleichsgruppe einbeziehen, können Zeit- und Aufmerksamkeitsprozesse kontrolliert und die Daten prospektiv im 12-Monats-follow-up-Zeitraum analysiert werden. 112 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren, welche die Rome-III Kriterien für FAP erfüllen, werden einem von zwei Behandlungsprogrammen zugeteilt, welche sich unterschiedlich stark auf die Thematik fokussieren. Diese Gruppen werden hinsichtlich einer Reduktion im Schmerzerleben sowie ihrer Lebensqualität und psychosozialen Wohlbefindens verglichen zu vier Zeitpunkten: vor und nach dem Training sowie 3- und 12 Monate nach dem Training. So können langfristige Effekte der Schulung analysiert und verglichen werden.

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