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DFG-Graduiertenkolleg:
Intrapersonale Entwicklungsrisiken des Kindes- und Jugendalters in längsschnittlicher Sicht (GRK 1668)


 Ansprechpartner, Promotionsprojekte, Projektverantwortliche, Teilnehmer, MitarbeiterInnen: PIER-Studie


Ziele, Konzepte, Methodik:

Konzeptuelles Leitthema des Graduiertenkollegs ist die längsschnittliche Untersuchung von Entwicklungsrisiken im Kindes- und Jugendalter. In einer Kombination verschiedener Teilgebiete der Psychologie fokussiert das Forschungsprogramm auf intrapersonale Entwicklungsrisiken, wie basale Informationsverarbeitungsprozesse sowie bereichsspezifische Affekte und Kognitionen. Dabei werden Umwelteinflüsse als Moderatoren und Mediatoren berücksichtigt. In einem dynamischen Entwicklungsmodell wird von komplexen Wechselwirkungen zwischen Risikofaktoren und Entwicklungsproblemen ausgegangen, die in drei Bereichen mit relativ hohen Prävalenzraten im Kindes- und Jugendalter betrachtet werden: Lern- und Leistungsstörungen, externalisierende und internalisierende psychische Störungen sowie Ess- und Gewichtsstörungen. Adressiert werden beispielsweise Fragen nach der Spezifität von Risikofaktoren, dem Einfluss des Expositionszeitpunkts, dem Transfer zwischen Outcomes sowie der Stabilität von Risikofaktoren und Entwicklungsproblemen.

Methodische Leitidee ist ein kumulativer Längsschnitt, bei dem sich Promotionsprojekte auf zwei gemeinsame Stichproben beziehen und mit abgestimmter Methodik theoriegeleitet eine große Anzahl von Variablen erheben. Durch die Zusammenfassung der Projekte in einem Graduiertenkolleg erhöht sich erstens die Anzahl der erfassten Variablen und damit die Chance zur Aufklärung komplexer Zusammenhänge, und zweitens erweitert sich der Zeitrahmen durch die Einbringung einer bereits bestehenden Längsschnittstichprobe aus einem laufenden Promotionskolleg. Ein spezifischer Vorteil des Standorts Potsdam besteht u.a. in einer umfangreichen Expertise für das Kindes- und Jugendalter sowie für die Analyse komplexer Längsschnitt-Datensätze am Department Psychologie.

Durch ein strukturiertes Studienprogramm und ein lehrstuhlübergreifendes Betreuungskonzept sollen hochqualifizierte Promovierende gewonnen und deren Kompetenzen in einem unterstützenden Umfeld systematisch ausgebaut werden. Der konzeptuelle Rahmen des Kollegs vertieft bestehende und initiiert neue Beziehungen zwischen verschiedenen psychologischen Teildisziplinen. Unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung der Internationalität und der wissenschaftlichen Chancengleichheit werden eingeplant. Durch die enge Verzahnung mit bestehenden Angeboten trägt das Graduiertenkolleg zu einer Optimierung der Promotionsausbildung an der Universität Potsdam bei.

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