Anreizfokus-Skala


In diesem Fragebogen geht es darum, aus welchen Gründen man etwas Bestimmtes tut - wegen der Tätigkeit an sich oderwegen möglicher Ergebnisse und Folgen. Das hängt sicherlich sehr von der jeweiligen Situation und der jeweiligen Handlungab. Davon abgesehen lassen sich mehr oder weniger überdauernde Tendenzen ausmachen, in denen sich Menschenunterscheiden können. Um diese Tendenzen geht es hier.

Sie finden im folgenden immer zwei gegenübergestellte Aussagenpaare, die sich aber nicht gegenseitig ausschließen müssen.Lesen sie sich bitte beide Aussagen eines Paares durch und nehmen Stellung dazu.


Ich bin mit einem Tag zufrieden, wenn ich mich reizvollen Tätigkeiten widmen konnte.Ich bin mit einem Tag zufrieden, wenn ich wichtige Ergebnisse erzielen konnte.

Wenn ich mich für eine Aufgabe entscheide, so richte ich mich eher danach, ob mir die hier erforderlichen Tätigkeiten zusagen oder nicht.Wenn ich mich für eine Aufgabe entscheide, so richte ich mich eher danach, welche Ergebnisse sich erzielen lassen und welche Folgen sie haben können.

Es fällt mir schwer, Menschen zu verstehen, die fast immer Ergebnisse und Folgen kalkulieren, wenn sie etwas tun.Es fällt mir schwer, Menschen zu verstehen, die sich fast immer vom unmittelbaren Reiz einer Tätigkeit anziehen lassen, wenn sie etwas tun.

Wenn ich sehe, daß mir eine Tätigkeit an sich schon Spaß machen wird, so denke ich nicht lange darüber nach, was man damit erreichen kann oder nicht.Wenn ich sehe, daß ich wichtige Dinge erreichen kann, so denke ich nicht lange darüber nach, ob die hierzu erforderlichen Tätigkeiten mir zusagen oder nicht.

Ich glaube, man kann nicht wirklich glücklich werden, wenn man sich immer davon leiten läßt, zu welchen Ergebnissen das führen wird, was man gerade vorhat.Ich glaube, man vertut sein Leben, wenn man sich immer von den unmittelbaren Reizen einer Tätigkeit leiten läßt, die man gerade vorhat.

Nach meinen Erfahrungen führt fast jede Tätigkeit dann zu einem brauchbaren Ergebnis, wenn man nur mit genügend Spaß bei der Sache ist.Nach meinen Erfahrungen macht fast jede Tätigkeit dann Spaß, wenn sie zu Ergebnissen führt, die hinreichend brauchbar sind.

Ich bin besonders dann enttäuscht, wenn eine Tätigkeit weit weniger Spaß gemacht hat, als ich vorher angenommen hatte.Ich bin besonders dann enttäuscht, wenn sich ein angestrebtes Ergebnis als weit weniger wertvoll erweist, als ich vorher angenommen hatte.

Ich denke öfter darüber nach, ob ich mich bei anstehenden Tätigkeiten wohl fühlen werde oder nicht.Ich denke öfter darüber nach, ob ein angestrebtes Ergebnis wichtig und nützlich ist oder nicht.

Wenn mir eine Tätigkeit an sich schon keinen Spaß macht, dann können mich auch mögliche Ergebnisse dieser Tätigkeit kaum dazu bringen, sie auszuführen.Wenn klar ist, daß eine Tätigkeit nichts dazu beiträgt, angestrebte Dinge zu erreichen, dann werde ich sie kaum ausführen, selbst wenn sie für sich genommen vielleicht reizvoll sein mag.

Im Zweifelsfall ist mein Wahlspruch: "Spaß an der Sache geht vor Nutzen!"Im Zweifelsfall ist mein Wahlspruch: "Nutzen geht vor Spaß an der Sache!"


Tätigkeitszentrierung
Zweckzentrierung
 


Vergleichskennwerte finden Sie in der Dokumentation · Papierform


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