Prof. Falko Rheinberg


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Motivförderung auf Schülerseite durch begleitendes Elterntraining

Lund, Fries & Rheinberg

Im Bereich der Motivförderung lassensich zwei Interventionsstrategien unterscheiden: (a) Interventionen, die dieKinder direkt betreffen und (b) Interventionen, in denen die Motivstruktur derKinder (indirekt) durch eine Änderung der Bezugsnorm-Orientierung derLehrer beeinflußt werden soll (Rheinberg & Krug, 1999). DieseInterventionen basieren auf Heckhausens (1972) Selbstbewertungsmodell derLeistungsmotivation sowie auf Rheinbergs (1980) Ergebnissen zu den Effektenunterschiedlicher Bezugsnorm-Orientierungen.

Bislang wurde die indirekte Strategie ausschließlich bei Lehrernangewandt. Bedenkt man, daß auch Eltern eine wichtigeFremdbewertungsinstanz für Kinder sind, so erscheint es sinnvoll, dieindirekte Strategie einmal auch über die Eltern zu versuchen. Wir habenein Programm entwickelt, durch welches die Eltern lernen sollen, mit ihrenKindern (schul-) leistungsbezogene Gespräche in einer Weise zuführen, daß (a) eine individuelle Bezugsnorm-Orientierung deutlichwird, (b) erfolgszuversichtliche Attributionen nahegelegt werden und (c)realistisch- optimistische Erwartungen gefördert werden. Auf diese Weisesollen bei den Kindern erfolgszuversichtliche Strategien unterstütztwerden. Eine Voruntersuchung wurde bereits durchgeführt. Versuchspersonenwaren Eltern, deren Kinder an einem motivational optimierten kognitivenTraining teilnahmen. Durch den Vergleich dieser Trainingsgruppen mitKontrollgruppen kann der zusätzliche Fördereffekt durch dasbegleitende Elterntraining abgeschätzt werden. Die Ergebnisse ermutigen zuStudien, in denen genauer untersucht werden kann, welche Veränderungen inmotivationalen und kognitiven Variablen bei den Kindern auftreten und welcheleistungsbezogenen Überzeugungen der Eltern sich ändern. In weiterenStudien soll auch untersucht werden, ob bereits ein alleiniges Training derEltern zu positiven Effekten auf seiten der Kinder führt.

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