Prof. Dr. Falko Rheinberg


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Motivationale Optimierung eines kognitiven Trainings

Fries

Es gibteine Vielzahl von Verfahren, mit denen kognitive Fertigkeiten verbessert werdensollen (sog. kognitive Trainings). Verständlicherweise stand in derForschung die Entwicklung von geeignetem Trainingsmaterial im Vordergrund.Motivationale Einflüsse wurden dagegen eher vernachlässigt. Jedochgerade wenn die Trainings mit Kindern oder Jugendlichen durchgeführtwerden, wird ein großer Anteil der Effektvarianz vermutlich durchmotivationale Faktoren bestimmt. Es erscheint daher sinnvoll, motivationaloptimierte Darbietungs- und Realisationsformen kognitiver Trainings zuentwickeln.

In diesem Projekt wurde ein Training des induktiven Denkens (Klauer, 1991)durch typische Aufgaben aus Motivförderprogrammen angereichert. Das Zieldieser Übungen ist es, die Kinder zu einer realistischenZielsetzungsstrategie, einem erfolgszuversichtlichen Attributionsstil sowieeiner positiven Selbstbewertung zu führen. Die Integration derFörderprogramme ergibt ein kognitives Training, in dem diese Übungenauch direkt auf das kognitive Material angewendet werden (sog. IntegrierteTrainings). Nach einer formalen Evaluation des Programmes wurden zweiexperimentelle Trainingsstudien durchgeführt. Die Effekte des neuenProgrammes wurden mit denen des originalen Denktrainings nach Klauer, denEffekten eines reinen Motivförderprogrammes (Rheinberg & Krug, 1999)sowie den Auswirkungen von Testwiederholungen verglichen. Im Hinblick auf diekognitiven Variablen war das neue Programm den Alternativprogrammen klarüberlegen. Das neue Programm zeigte auch die vorhergesagten Effekte imBereich des Leistungsmotives der Kinder. In weiteren Analysen soll dieBedingungsstruktur zwischen den motivationalen und den kognitiven Variablenherausgearbeitet werden. Weiterhin ist geplant, das Programm auf seineAnwendbarkeit in Großgruppen zu testen sowie die Effekte auflernrelevante Variablen im schulischen Bereich zu evaluieren.

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