Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie


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Forschungsprojekte

Anpassung und Erweiterung eines rechnergestützten Verfahrens zur Bewertung psychischer Arbeitsanforderungen bei flexibler Arbeit mit der Option einer Längsschnittstudie

Prof. Dr. A.-M. Metz und Dipl.-Psych. M. Degener

Auftraggeber: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Dortmund (BauA)
Laufzeit: Oktober 2000 bis März 2003

Informations- und Kommunikationstechnologie erlauben, dass ein zunehmender Teil der Erwerbsarbeit orts- und zeitflexibel verrichtet werden kann. Diese Arbeitsformen bieten einerseits Chancen im Sinne abwechs-lungs-reicher, herausfordernder, lern- und kommunikationsintensiver Arbeitsinhalte und stellen damit hohe Anforderungen an die Flexibilität, die Eigenverant-wortung und die Selbstorganisation der Mitarbeiter. Anderer-seits bestehen Risiken bezüglich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch psychischen Fehlbelastungen, d. eingeschränkte soziale Unterstützung sowie durch Mängel in der zeitgerechten Informationsbereitstellung.

Das Projekt verfolgt zwei Ziele: 1) Das rechnergestützte arbeitsanalytische Verfahren "Sreening psychischer Belastungen" (SPA) ist durch Module zu erweitern, die die spezifischen Bedingungen orts- und zeitflexib-ler Arbeit erfassen. 2) Die mittel- und langfristigen positiven und negativen gesundheitlichen Folgen orts- und zeitflexibler Arbeit werden durch Mehrfacherhebungen an Beschäftigten dieser Arbeitsfor-men in unterschiedlichen Branchen verfolgt. Die Erhebungen werden mittels des SPA, des Verfahrens zur psychologischen Bewertung von Arbeitsbeding. (BASA; G. Richter, 2001) sowie gesundheitsrelev. Beschwerden vorgenommen.

In der ersten Projektphase werden als Pilotstudie die Methoden in einer vergleichenden Analyse der Arbeitssituation von Arbeitspersonen in der mobilen und stationären Altenpflege erprobt. In der zweiten Projekt-phase werden orts- und zeitflexibel Beschäftigte in Transportunternehmen und in Zeitarbeitsfirmen mehrfach untersucht. Ein dritter Untersuchungsbereich ist vorgesehen. Im Ergebnis des Projekts werden ein Screeningverfahren zur Bewertung orts- u. zeitflexibler Arbeit entwickelt, die mittelfristigen gesundheitsrelevanten Folgen dieser Arbeitsformen erhoben u. daraus Schlußfolgerungen für den Arbeits- u. Gesundheitsschutz abgeleitet.

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